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TSI — True Strength Index Guide

TSI — True Strength Index Guide

advancedFortgeschrittene Indikatoren7 min read

Der True Strength Index glättet das Momentum zweimal und filtert damit das meiste Rauschen raus, was bei volatilen Märkten brutal nützlich ist. Während andere Momentum-Indikatoren bei jedem kleinen Preiszucken wild herumspringen, bleibt der TSI entspannt und zeigt dir nur die echten Momentum-Shifts.

Das Besondere: Er nutzt doppelte Glättung auf Preisänderungen statt auf absolute Preise. Dadurch kriegst du sauberere Signale als beim RSI und weniger Fehlausbrüche als beim MACD.

Der TSI bewegt sich zwischen -100 und +100, hat eine Nulllinie als zentrale Referenz und meist eine Signallinie für Crossover-Signale. Klingt erstmal wie jeder andere Oszillator — bis du merkst, wie viel ruhiger er läuft.

Was ist der True Strength Index

Der True Strength Index misst die Momentum-Stärke durch doppelte Glättung der Preisveränderungen. Erfunden wurde er von William Blau, der keine Lust auf die nervösen Zuckungen normaler Momentum-Indikatoren hatte.

Die Grundidee ist simpel: Nimm die Preisveränderung, glätte sie einmal, dann noch einmal. Das gleiche machst du mit der absoluten Preisveränderung. Dann teilst du das erste durch das zweite — fertig ist dein geglättetes Momentum.

Der TSI zeigt dir drei wichtige Dinge: Die Momentum-Richtung (über oder unter Null), die Momentum-Stärke (wie weit weg von Null) und Momentum-Änderungen (Crossover mit der Signallinie).

💡 Nice to Know: William Blau entwickelte den TSI in den 1990ern, weil er frustriert war von den vielen Fehlsignalen des RSI bei volatilen Märkten. Seine Lösung: mehr Glättung, weniger Rauschen.

Im Gegensatz zum RSI Indikator — Wie du ihn wirklich nutzt, der schnell überkauft/überverkauft schreit, wartet der TSI ab. Er bestätigt erst, wenn sich das Momentum wirklich gedreht hat.

Das macht ihn langsamer, aber auch zuverlässiger. Perfekt, wenn du nicht bei jedem kleinen Rücksetzer ausgestoppt werden willst.

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So wird der TSI berechnet

Die TSI-Berechnung sieht komplizierter aus als sie ist. Du brauchst drei Werte: erste Glättungsperiode (standard 25), zweite Glättungsperiode (standard 13) und die Signallinien-Periode (meist 7).

Schritt 1: Berechne die Preisveränderung (Close heute minus Close gestern).

Schritt 2: Glätte diese Preisveränderung mit einem 25-Perioden Exponential Moving Average.

Schritt 3: Glätte das Ergebnis nochmal mit einem 13-Perioden EMA.

Schritt 4: Mach das gleiche mit der absoluten Preisveränderung (also immer positive Werte).

Schritt 5: Teile das erste Ergebnis durch das zweite und multipliziere mit 100.

Die Formel sieht so aus: TSI = 100 × (Doppelt geglättete Preisveränderung ÷ Doppelt geglättete absolute Preisveränderung)

⚠️ Achtung: Die doppelte Glättung versteckt kurzfristige Momentum-Shifts — nutze schnellere Indikatoren neben TSI.

Standard-Einstellungen sind 25/13/7. Das bedeutet: 25 Perioden für die erste Glättung, 13 für die zweite, 7 für die Signallinie. Diese Einstellungen funktionieren gut auf Tages- und Stunden-Charts.

Die Signallinie ist einfach ein weiterer EMA des TSI-Werts selbst. Sie hilft bei der Timing-Verfeinerung fĂĽr Ein- und Ausstiege.

💡 Nice to Know: Die doppelte Glättung nutzt exponential Moving Averages, nicht einfache. Das gibt neueren Daten mehr Gewicht, ohne die Glättung zu verwässern.

TSI Signal Line Crossovers

Signal Line Crossovers sind das Brot und Butter des TSI-Trading. Wenn die TSI-Linie die Signallinie von unten kreuzt, ist das ein Kaufsignal. Von oben nach unten = Verkaufssignal.

Aber nicht alle Crossover sind gleich stark. Die besten Signale kriegst du, wenn der Crossover nahe der Nulllinie passiert. Warum? Weil dort die Momentum-Wende am frischesten ist.

Kaufsignal: TSI kreuzt Signallinie von unten, idealerweise zwischen -25 und +25. Das zeigt: Das Momentum dreht gerade von negativ zu positiv.

Verkaufssignal: TSI kreuzt Signallinie von oben, wieder am besten nahe der Null. Das Aufwärts-Momentum schwächt sich ab.

🎯 Pro Tipp: TSI-Signallinien-Crossover nahe der Nulllinie sind die Einstiege mit höchster Wahrscheinlichkeit.

Crossover weit weg von der Nulllinie sind oft nur Trend-Fortsetzungssignale. TSI bei +60 kreuzt die Signallinie nach oben? Wahrscheinlich läuft der Uptrend einfach weiter, aber das Signal kommt spät.

Praktisches Beispiel: EUR/USD auf dem 4H-Chart. TSI steht bei -15, kreuzt die Signallinie von unten. Gleichzeitig bricht der Preis ĂĽber einen wichtigen Widerstand. Das ist ein sauberer Long-Einstieg mit gutem Risk-Reward.

Die Exit-Strategie läuft umgekehrt: Wenn dein Long-Trade läuft und TSI bei +40 die Signallinie von oben kreuzt, nimm wenigstens Teilgewinne mit.

Ignoriere Crossover in extremen Bereichen (+70 oder -70). Da ist der TSI schon überdehnt und das Signal kommt meist zu spät.

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TSI Zero Line Crossovers

Die Nulllinie beim TSI ist nicht nur Dekoration — sie teilt negative von positivem Momentum. Ein Crossover über die Nulllinie bedeutet: Das Momentum ist jetzt bullish. Unter die Nulllinie = bearish Momentum.

Nulllinien-Crossover nach oben sind stärkere Kaufsignale als normale Signallinien-Crossover. Hier wechselt das komplette Momentum von negativ zu positiv. Das passiert oft am Anfang größerer Moves.

Nulllinien-Crossover nach unten funktionieren genauso fĂĽr Short-Setups. Aber Vorsicht: In starken Uptrends kann der TSI kurz unter Null tauchen, ohne dass der Trend bricht.

💡 Nice to Know: Nulllinien-Crossover beim TSI sind seltener als beim MACD Indikator — Kompletter Trading Guide, aber dafür meist zuverlässiger wegen der doppelten Glättung.

Praktischer Ansatz: Nutze Nulllinien-Crossover für die grobe Richtung und Signallinien-Crossover für das genaue Timing. TSI kreuzt die Nulllinie nach oben = bullish bias. Dann wartest du auf den nächsten Signallinien-Crossover für den Einstieg.

False Breakouts erkennst du daran, dass der TSI die Nulllinie kreuzt, aber sofort wieder zurĂĽckkommt. Echte Crossover halten sich mindestens ein paar Perioden auf der neuen Seite.

⚠️ Achtung: TSI kann in starken Trends lange über/unter Null bleiben — handle nicht gegen extreme Werte.

In Seitwärtsmärkten funktionieren Nulllinien-Crossover am besten. Der TSI pendelt zwischen +30 und -30, und jeder Nulllinien-Cross gibt dir eine Trading-Gelegenheit.

Bei starken Trends bleibt der TSI oft monatelang auf einer Seite der Nulllinie. Apple im Jahr 2020? TSI war praktisch durchgehend über Null. Da hätte jeder Short bei einem Nulllinien-Cross nach unten wehgetan.

TSI Divergences

TSI-Divergenzen gehören zu den zuverlässigsten Warnsignalen für Trendwenden. Wenn der Preis neue Höchststände macht, aber der TSI schwächere Hochs, dann schwindet das Momentum — auch wenn es optisch noch nicht so aussieht.

Bullish Divergence: Preis macht tiefere Tiefs, TSI macht höhere Tiefs. Das zeigt: Der Verkaufsdruck lässt nach, obwohl der Preis noch fällt. Oft der Vorbote einer Bodenbildung.

Bearish Divergence: Preis macht höhere Hochs, TSI macht niedrigere Hochs. Der Kaufdruck wird schwächer, auch wenn der Preis noch steigt. Warnsignal für eine mögliche Trendwende.

🎯 Pro Tipp: TSI-Divergenzen sind zuverlässiger als RSI-Divergenzen, weil die doppelte Glättung Fehlsignale reduziert.

Praktisches Beispiel: Bitcoin macht im Dezember 2021 neue Allzeithochs bei $69k, aber der TSI zeigt schon schwächere Hochs seit November. Wer die Divergence ernst genommen hat, war rechtzeitig raus bevor der große Crash kam.

Die beste Timeframes für TSI-Divergenzen sind 4H und Daily. Auf kleineren Zeitrahmen kriegst du zu viele falsche Signale, auf größeren dauert es zu lange bis sich was tut.

Hidden Divergences funktionieren für Trend-Fortsetzungen. Preis macht höhere Tiefs in einem Uptrend, TSI macht tiefere Tiefs — oft ein Signal, dass der Uptrend nach einer Korrektur weitergeht.

Warte nicht nur auf die Divergence, sondern auch auf die Bestätigung. Erst wenn der TSI die Signallinie in die entsprechende Richtung kreuzt, wird aus der Warnung ein handelsbares Signal.

Multiple Timeframe Divergences sind besonders stark. Wenn du auf dem Daily und dem 4H gleichzeitig eine bearish Divergence siehst, ist die Wahrscheinlichkeit einer Korrektur deutlich höher.

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TSI vs MACD vs RSI

Alle drei messen Momentum, aber auf völlig verschiedene Art. Der TSI glättet doppelt und läuft ruhiger. Der MACD ist schneller aber nervöser. Der RSI zeigt Überkauft/Überverkauft-Levels, aber ist oft zu früh dran.

TSI vs MACD: Der MACD reagiert schneller auf Preisänderungen, gibt aber mehr Fehlsignale. TSI braucht länger, ist aber zuverlässiger. Für Scalping = MACD. Für Swing-Trading = TSI.

TSI vs RSI: RSI ist ein reiner Oszillator zwischen 0-100 mit festen Ăśberkauft/Ăśberverkauft-Levels. TSI hat keine festen Levels, dafĂĽr aber die Nulllinie als dynamische Referenz.

💡 Nice to Know: Der TSI kombiniert die Glättung des MACD mit der Oszillator-Natur des RSI, hat aber deren jeweilige Hauptprobleme (Verzögerung bzw. Fehlsignale) besser im Griff.

Signalqualität: TSI-Signale sind langsamer aber sauberer. MACD-Signale sind schneller aber häufiger falsch. RSI-Signale kommen oft zu früh, besonders in starken Trends.

Divergenzen: Beim TSI sind sie seltener aber stärker. MACD-Divergenzen sind häufiger aber schwächer. RSI-Divergenzen können in Trends monatelang anhalten ohne dass was passiert.

Kombinierter Ansatz: Nutze alle drei zusammen. MACD für erste Signale, TSI für Bestätigung, RSI für Überkauft/Überverkauft-Warnung. Wenn alle drei in die gleiche Richtung zeigen, ist das ein sehr starkes Signal.

Der TRIX — Dreifach Exponentieller Durchschnitt zur Rauschfilterung ist übrigens eine weitere Alternative mit noch stärkerer Glättung als der TSI.

Für verschiedene Märkte: In volatilen Krypto-Märkten ist TSI oft besser als RSI. Bei ruhigen Forex-Pairen kann MACD ausreichen. Für Aktien funktionieren alle drei, je nach Trading-Stil.

TSI-Einstellungen fĂĽr verschiedene Timeframes

Die Standard-Einstellungen 25/13/7 funktionieren super auf Daily und 4H-Charts. Aber je kleiner dein Timeframe, desto schneller sollten auch deine TSI-Settings sein.

Daily/4H Charts: 25/13/7 bleibt der Sweet Spot. Genug Glättung um Rauschen zu filtern, aber nicht so langsam dass du Moves verpasst.

1H Charts: Versuch 20/10/5. Etwas schneller als Standard, aber immer noch glatt genug fĂĽr saubere Signale.

15M/30M Charts: 15/8/4 oder sogar 13/7/4. Hier brauchst du schnellere Reaktionen, auch wenn das mehr Fehlsignale bedeutet.

🎯 Pro Tipp: Nutze TSI 25/13/7 als Standard; verkürze auf 13/7/4 für schnellere Signale auf niedrigeren Zeitrahmen.

5M Charts: TSI ist hier schon grenzwertig. Falls du ihn nutzt, dann mit 10/5/3 Settings. Aber ehrlich — für schnelles Scalping gibt es bessere Tools.

Weekly Charts: Hier kannst du die Settings sogar verlängern. 30/15/9 oder 35/18/10 geben dir noch glattere Signale für Langzeit-Trends.

Volatile Märkte wie Krypto vertragen längere Settings besser. Bitcoin mit 30/15/7 läuft oft sauberer als mit Standard-Settings.

💡 Nice to Know: Die doppelte Glättung macht TSI hervorragend zum Rauschfiltern — nutze ihn bei volatilen Instrumenten wie Krypto.

Ruhige Märkte wie EUR/CHF oder USD/JPY können mit kürzeren Settings arbeiten, weil da weniger Rauschen ist.

Testing-Tipp: Probiere verschiedene Settings auf Historical Data aus. Was auf dem Papier gut aussieht, funktioniert im Live-Trading oft anders.

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TSI mit Trendfiltern kombinieren

TSI alleine ist gut, TSI mit Trend-Filter ist besser. Die doppelte Glättung macht ihn zwar ruhig, aber er kann trotzdem gegen den Haupttrend signalisieren. Deshalb brauchst du einen übergeordneten Filter.

Moving Average Filter: Nutze einen 50 oder 200 EMA als Trend-Filter. TSI-Kaufsignale nur oberhalb des EMA, TSI-Verkaufssignale nur unterhalb. Simpel aber effektiv.

Higher Timeframe Trend: Schau eine Stufe höher. Auf dem 1H-Chart tradest du? Dann check den 4H-Trend. TSI-Signale nur in Richtung des höheren Timeframes.

Struktur-Filter: Nutze Support und Resistance als Filter. TSI-Kaufsignal an einem wichtigen Support = stark. TSI-Verkaufssignal an Resistance = auch stark.

🎯 Pro Tipp: Kombiniere TSI mit einem 21 EMA als schnellem Trend-Filter. Kaufsignale nur wenn Preis über EMA, Verkaufssignale nur wenn darunter.

ADX als Trend-Stärke-Filter: ADX über 25 zeigt einen starken Trend. In starken Trends sind TSI-Trend-Fortsetzungssignale zuverlässiger als Umkehr-Signale.

Volume-Bestätigung: TSI-Signale mit überdurchschnittlichem Volumen sind stärker. Besonders wichtig bei Ausbrüchen aus längeren Seitwärtsphasen.

Multi-Timeframe Ansatz: TSI auf dem 4H fĂĽr die Richtung, TSI auf dem 1H fĂĽr das Timing. Erst wenn beide in die gleiche Richtung zeigen, wird gehandelt.

Momentum-Divergenz als Filter: Wenn TSI und Preis divergieren, warte ab. Handle erst wieder normale Signale wenn die Divergenz aufgelöst ist.

Fibonacci-Level: TSI-Signale an wichtigen Fib-Retracements (38.2%, 61.8%) haben höhere Erfolgswahrscheinlichkeit als Signale im Niemandsland.

Häufige TSI-Fehler

Mistake #1: Zu früh einsteigen — Viele sehen einen TSI-Crossover und springen sofort rein. Warte auf Bestätigung durch Preis-Action oder andere Indikatoren.

Mistake #2: Gegen starke Trends handeln — TSI zeigt eine Divergence in einem starken Uptrend? Trotzdem nicht blind short gehen. Trends können länger laufen als dein Konto überlebt.

Mistake #3: Falsche Timeframes — TSI auf dem 5M-Chart für Swing-Trading zu nutzen ist Unsinn. Wähle den Timeframe passend zu deinem Trading-Stil.

⚠️ Achtung: TSIs starke Glättung bedeutet Verzögerung bei scharfen Umkehren — verlasse dich nicht darauf für schnelle Scalps.

Mistake #4: Signale in Ranging-Märkten überbewerten — In Seitwärtsmärkten gibt TSI viele Signale, aber die meisten führen nirgendwohin. Erkenne Ranging-Märkte und trade entsprechend vorsichtiger.

Mistake #5: Settings ständig ändern — Jeden Monat neue TSI-Settings zu testen macht dich zum Hamster im Laufrad. Find Settings die funktionieren und bleib dabei.

Mistake #6: Nur auf TSI hören — TSI ist ein Tool, nicht die Wahrheit. Kombination mit Preis-Action, Support/Resistance und anderen Indikatoren ist Pflicht.

Mistake #7: Extremwerte falsch interpretieren — TSI bei +80 bedeutet nicht automatisch "Verkaufen". In starken Trends kann er lange extrem bleiben.

Mistake #8: Divergenzen erzwingen — Nicht jede kleine Abweichung zwischen Preis und TSI ist eine handelbare Divergence. Warte auf klare, mehrperiodige Divergenzen.

Mistake #9: Stop-Loss vergessen — TSI-Signale sind nicht unfehlbar. Jeder Trade braucht einen Stop-Loss, egal wie überzeugend das Signal aussieht.

Mistake #10: Über-Optimierung — Backtesting bis die Settings "perfekt" sind führt zu Curve-Fitting. Was in der Vergangenheit perfekt war, versagt oft in der Zukunft.

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Das Wichtigste auf einen Blick

Der True Strength Index ist ein unterschätzter Momentum-Indikator mit einzigartiger doppelter Glättung. Er filtert Rauschen besser als RSI oder MACD, reagiert aber langsamer auf schnelle Marktbewegungen.

Die besten TSI-Signale entstehen bei Crossovers nahe der Nulllinie. Hier ist das Momentum-Wende am frischesten und die Erfolgswahrscheinlichkeit am höchsten.

Standard-Settings 25/13/7 funktionieren für die meisten Situationen. Verkürze sie auf niedrigeren Timeframes, verlängere sie für sehr volatile Märkte wie Krypto.

TSI-Divergenzen sind seltener aber zuverlässiger als bei anderen Indikatoren. Die doppelte Glättung reduziert Fehlsignale erheblich.

Kombiniere TSI immer mit Trend-Filtern oder anderen Bestätigungs-Tools. Alleine ist er zu langsam für schnelle Märkte und kann in starken Trends irreführende Signale geben.

Vermeide TSI für schnelles Scalping unter 15M-Charts. Die Glättung macht ihn zu träge für sehr kurzfristige Moves.

Nutze Nulllinien-Crossover für die grundsätzliche Markt-Bias und Signallinien-Crossover für präzises Timing. Diese Kombination gibt dir sowohl Richtung als auch Einstiegspunkt.

Der TSI funktioniert am besten in Trending-Märkten mit gelegentlichen Korrekturen. In choppy Seitwärtsmärkten produziert auch er zu viele Fehlsignale.


Weiter lesen: Lerne als nächstes den MACD Indikator — Kompletter Trading Guide für schnellere Momentum-Signale oder den TRIX — Dreifach Exponentieller Durchschnitt zur Rauschfilterung für noch glattere Trend-Signale.

FAQ

Was sind die besten TSI-Einstellungen?

Standard 25/13 mit 7-Perioden-Signallinie funktioniert gut für Swing-Trading. Für Day-Trading versuche 13/7 mit 4-Perioden-Signallinie. Diese kürzeren Settings reagieren schneller auf Preisänderungen.

Wie unterscheidet sich TSI von MACD?

TSI nutzt doppelte Glättung und läuft zwischen -100 und +100, während MACD ungegrenzt ist. TSI ist langsamer aber ruhiger, MACD schneller aber nervöser. Für volatile Märkte ist TSI oft besser geeignet.

Funktioniert TSI in allen Märkten?

TSI funktioniert am besten in trending Märkten mit moderater Volatilität. In sehr choppy Seitwärtsmärkten gibt er zu viele Fehlsignale. Bei extrem volatilen Märkten wie Krypto nutze längere Settings für bessere Glättung.

Kann man TSI fĂĽr Scalping nutzen?

TSI ist für Scalping unter 15M nicht ideal wegen der starken Glättung. Für schnelle Scalps sind MACD oder Stochastic besser geeignet. TSI glänzt bei Swing-Trading auf 4H und Daily Charts.

Wie erkenne ich falsche TSI-Divergenzen?

Echte Divergenzen erstrecken sich über mehrere Perioden und zeigen klare Momentum-Schwäche. False Divergenzen sind meist nur 1-2 Perioden lang. Warte immer auf Bestätigung durch Signallinien-Crossover bevor du handelst.

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